Angestellte in der Hausarztpraxis

Angestellte in der hausärztlichen Versorgung

In den letzten Jahren hat die Anzahl angestellter Ärztinnen und Ärzte in der hausärztlichen Versorgung deutlich zugenommen. Waren vor zehn Jahren erst knapp 3.200 Hausärztinnen und Hausärzte in Angestelltenverhältnissen tätig, hat sich diese Zahl bis ins Jahr 2020 (aktuellste vorliegenden Angaben) auf über 8.500 schon fast verdreifacht. Für viele junge Ärztinnen und Ärzte ist die Anstellung in einer hausärztlichen Praxis ein wichtiger erster Schritt in Richtung einer eigenen Niederlassung, um Praxisabläufe genauer kennenzulernen und in der Praxis einer erfahrenen Kollegin oder eines Kollegen Sicherheit bei der selbstständigen Patientenbetreuung zu erlangen. Einige sehen dies aber nicht nur als Durchgangsstation, sondern wollen auch dauerhaft in Anstellung arbeiten. Die immer weiter zunehmende Bürokratie einer eigenen Praxis, flexible Arbeitszeiten und eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden häufig als ausschlaggebende Gründe dafür genannt.

Wofür wir eintreten

Der Deutsche Hausärzteverband versteht sich als Interessenvertreter aller Hausärztinnen und Hausärzte - sowohl von angestellten als auch von selbstständigen. Im medizinischen Tätigkeitsfeld gibt es keine Unterschiede. Unabhängig von der Tätigkeitsform treten wir für bestmögliche Arbeitsbedingungen ein, die nicht von überbordender Bürokratie geprägt sind. Wir setzen uns dafür ein, dass die gesamte hausärztliche Versorgungsebene die ihr zustehende Wertschätzung und eine faire Honorierung erfährt, so dass Angestellte auf dieser Basis die Möglichkeiten eines angemessenen Gehalts erhalten.

Wie wir uns für unsere Ziele einsetzen

Der Deutsche Hausärzteverband unterstützt angestellte Ärztinnen und Ärzte und möchte ihnen ein spezifisches bedarfsgerechtes Angebot machen. Das gehört zu unserem Selbstverständnis, denn wir wollen der Realität einer sich wandelnden und zeitgemäßen Versorgung Rechnung tragen. So sichern wir nicht nur die hausärztliche Versorgung heute, sondern stärken sie auch nachhaltig für die Zukunft. Deswegen stehen angestellte Hausärztinnen und Hausärzte bei uns ebenso im Fokus wie die Praxisinhaberinnen und -inhaber.

Wir entwickeln spezielle Angebote zur Steigerung der Berufszufriedenheit, dazu gehören u. a. passende Fortbildungsangebote, die auf die besonders auf die Alltagsrealität in der hausärztlichen Versorgung zugeschnitten sind. Gemeinsam mit dem Institut für hausärztliche Fortbildung (IHF) werden Fortbildungsinhalte erarbeitet, die sehr spezifisch die Bedürfnisse von angestellten Hausärztinnen und Hauärzten adressieren.

Außerdem bieten wir sowohl den hausärztlichen Praxen als auch den Ärztinnen und Ärzten, die angestellt tätig sein wollen, eine spezielle Stellenbörse, die eine differenzierte Darstellung sowohl der ausschreibenden Praxen als auch der eine Anstellung suchenden Ärztinnen bzw. Ärzte erlaubt. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, Hausarztpraxen und hausärztlichen Nachwuchs in passenden Arbeitsverhältnissen zusammenzubringen. Dazu gehört auch ein Arbeitsvertrag, der allen arbeitsrechtlichen Anforderungen entspricht und von Anfang an ein faires Miteinander ermöglicht. Einen entsprechenden Muster-Arbeitsvertrag können Mitglieder des Hausärzteverbandes unter gvp@hausaerzteverband.de erhalten.

Der Hausärzteverband möchte das Angebot für angestellte Ärztinnen und Ärzten stetig erweitern. Dazu wurde eine ständige Projektgruppe angestellter Ärztinnen und Ärzte eingerichtet, die kontinuierlich Ideen entwickelt, wie die berechtigten Anliegen dieser Gruppe (noch) besser adressiert werden können. Wenn Sie diesbezügliche Ideen haben oder bei der Entwicklung entsprechender Angeboten unterstützen möchten, melden Sie sich gerne unter mitmachen@hausaerzteverband.de.

Aber auch alle anderen Serviceleistungen des Verbandes, die nicht speziell für angestellte Ärztinnen und Ärzte konzipiert sind, stehen diesen natürlich ebenso zur Verfügung.



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